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Entgelte und Umlagen

- UPDATE 30.09.2022 - Informationen zur Gasumlage

Rückblick und aktuelle Entwicklungen: Am 19.08. und 26.09. haben wir Sie über eine Preisanpassung informiert und eine Erhöhung Ihrer Abschläge angekündigt.

Ursächlich waren die zum 01.10.2022 eingeführten Gasbeschaffungsumlage (2,419 ct/kWh), Gasspeicherumlage (0,059 ct/kWh) sowie die Erhöhung der Bilanzierungsumlage (0,570 ct/kWh für SLP und 0,390 für RLM).

Am 29.09.2022 haben Bundeskanzler Scholz, Bundeswirtschaftsminister Habeck und Bundesfinanzminister Lindner den Stopp der ab 01.10.2022 vorgesehenen saldierten Preisanpassung gemäß § 26 EnSiG (Gasbeschaffungsumlage) und die Aufhebung der zugrundeliegenden Gaspreisanpassungsverordnung angekündigt.

Damit entfällt die Grundlage für die Gasbeschaffungsumlage (2,419 ct/kWh).

Die Gasspeicherumlage (0,059 ct/kWh) sowie die erhöhte Bilanzierungsumlage (0,570 ct/kWh für SLP und 0,390 ct/kWh für RLM) bleiben unverändert bestehen.

Was bedeutet das für Sie? Gemäß EnWG sind wir verpflichtet, Ihnen die Preisanpassung mitzuteilen. Sie erhalten dazu in den nächsten Tagen ein Schreiben.

Am 26.09. haben wir Ihnen vor dem Hintergrund der bestehenden Umlagen eine Erhöhung Ihres Abschlages mitgeteilt. Da für die monatliche Beitragserhebung mehrere Tage Vorlauf erforderlich sind, war es nicht mehr möglich, diese in der kurzen Zeit seit der Pressemitteilung vom 29.09. für alle unsere Kunden zu korrigieren.

Insofern wird am 04.10. in der Mehrzahl der Fälle der Abschlag in Höhe unserer Mitteilung vom 26.09. eingezogen. Eine Anpassung ist erst zum nächsten Monat möglich.

Um unnötige Rücklastschriftgebühren zu vermeiden, haben wir die Bitte, dass Sie die erfolgte Lastschrift nicht einfach zurückgehen lassen. Sollten Sie eine Anpassung Ihres Abschlages wünschen, bitten wir Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Wir helfen Ihnen gerne!

 

Bilanzierungsumlage

SLP Bilanzierungsumlage (Haushaltskunde)

Zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie wird gemäß GaBi Gas 2.0 u.a. eine SLP Bilanzierungsumlage erhoben. Diese ist von Bilanzkreisverantwortlichen zu tragen, die SLP Entnahmestellen beliefern.

RLM Bilanzierungsumlage (Gewerbekunden mit registrierender Lastmessung)

Zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie wird gemäß GaBi Gas 2.0 u.a. eine RLM Bilanzierungsumlage erhoben. Diese ist von Bilanzkreisverantwortlichen zu tragen, die RLM Entnahmestellen beliefern.

Quelle: www.tradinghub.eu

Gültig ab 01.10.2021 ab 01.10.2022
Bilanzierungsumlage SLP 0,00 Cent/kWh 0,570 Cent/kWh
Bilanzierungsumlage RLM 0,00 Cent/kWh 0,390 Cent/kWh

Weitere Informationen erhalten Sie hier...

 

CO2-Bepreisung

Seit dem 1. Januar 2021 greift das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen, kurz Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG).

Es soll den bisher schon bestehenden EU-Emissionshandel (EU ETS) ergänzen und die Sektoren Wärme und Verkehr erfassen. Das BEHG ist die Grundlage für ein nationales CO2-Emissionshandelssystem (nEHS) und führt zu einer Bepreisung der CO2-Emissionen.

Inverkehrbringer eines Brennstoffs müssen für den damit verbundenen Ausstoß von Treibhausgasen entsprechende CO2-Zertifikate erwerben.

Das Gesetz ist seit Ende 2019 in Kraft.

Mit der Umsetzung des BEHG erhöhen sich in den nächsten Jahren die Kosten für den Endverbraucher für verschiedene Brennstoffe, da die Inverkehrbringer (z.B. von Erdgas) i.d.R. die Kosten für CO2 an die Endverbraucher weitergeben werden.

Weitergehende Informationen zum BEHG finden Sie beispielsweise hier: FAQs zum BEHG

Jahr 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Zertifikatspreis nach §10 BEHG 25,-€/t CO2 30,-€/t CO2 30,-€/t CO2 35,-€/t CO2 45,-€/t CO2 55,-€/t CO2
Emissionspreis pro Kilowattstunde (netto) 0,46 ct/kWh 0,55 ct/kWh 0,55 ct/kWh 0,64 ct/kWh 0,82 ct/kWh 1,00 ct/kWh

 

Wer ist „Inverkehrbringer“?
Der „Inverkehrbringer“ eines Brennstoffes nach dem BEHG ist der Lieferer, der an einen Endkunden liefert, der den Brennstoff aus dem Leitungsnetz entnimmt (Entstehung der Energiesteuer). Die Verantwortung ergibt sich demnach aus dem Energiesteuergesetz, obwohl die CO2-Bepreisung keine Steuer ist! Steuerschuldner ist gem. § 38 Abs. 2 EnergiesteuerG der Lieferer. Somit sind alle Unternehmen, die in Besitz eines energiesteuerlichen Lieferernachweises sind, als Inverkehrbringer anzusehen.

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